Karate-Do

"Karate-Do" ist japanisch und bedeutet "Der Weg der leeren Hand". In erster Linie sagt dies aus, dass Karate-Do ohne Zuhilfenahme von Waffen - also ohne etwas in der Hand - praktiziert wird.

Bei Karate-Do geht es primär darum, den Körper zu stärken und den Geist zu fördern. Insgesamt ist Karate-Do ein Ganzkörpertraining, das man ganz individuell auf jede Person abstimmen kann. Neben Koordination und Kondition werden bei unserem Training die Konzentration und das Selbstbewusstsein gestärkt.

Da das individuelle Training im Vordergrund steht, ist niemand zu alt oder zu jung, um mit Karate-Do anzufangen.

Seinen Urpsprung hat Karate-Do etwa 500 Jahre n. Chr., als chinesische Mönche - aufgrund eines speziellen Verbots Waffen zu tragen - begannen aus Gymnastik-Übungen erste Selbstverteidigungspraktiken zu entwickeln.

Durch Handel und Austausch gelang diese frühe Verteidigungsform dann nach Japan (Okinawa) und wurde durch die dort beheimateten Bauern weiterentwickelt. Hier war vor allem die Not, sich gegen die von Belagerern stationierten Samurai zu verteidigen. Da es auch hier verboten war Waffen zu tragen, wurde eine waffenlose (kara-te) entwickelt.

Besonders geprägt wurde Karate-Do durch Gichin Funakoshi (1868; † 1957), ein Dichter, der als Begründer des modernen Karate-Do gilt. Er entwickelte ganz spezielle Verhaltensregeln, die jedem Karate-Schüler und -Meister bekannt sind: die Shoto-Niju-Kun.

  • Für Männer und Frauen jeden Alters geeignet!
  • Keine besonderen Vorkenntnisse nötig!
  • Entdecken Sie ungeahnte koordinative Fähigkeiten!
  • Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein und fühlen Sie sich sicherer!

Die 20 Regeln des Karate-Do

Meister Gichin Funakoshi stellte diese Regeln als Shôto Niju Kun - also als die 20 Regeln Shôtos - auf (Shôto war der Künstlername von Gichin Funakoshi), um den Karateka ein angemessenes Verhalten beizubringen.

  • 1

    Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.

    一、空手は礼に初まり礼に終ることを忘るな 。
    karate wa rei ni hajimari rei ni owaru koto o wasuru na

  • 2

    Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.

    二、空手に先手無し 。
    karate ni sente nashi

  • 3

    Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.

    三、空手は義の補け。
    karate wa gi no tasuke

  • 4

    Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.

    四、先づ自己を知れ而して他を知れ。
    mazu jiko o shire shikoshite hoka o shire

  • 5

    Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.

    五、技術より心術。
    gijutsu yori shinjutsu

  • 6

    Es geht einzig darum, den Geist zu befreien.

    六、心は放たん事を要す。
    kokoro wa hanatan koto o yōsu

  • 7

    Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.

    七、禍は懈怠に生ず。
    wazawai wa ketai ni shōzu

  • 8

    Denke nicht, dass Karate nur im Dōjō stattfindet.

    八、道場のみの空手と思うな。
    dōjō nomi no karate to omou na

  • 9

    Karate üben heißt, es ein Leben lang zu tun.

    九、空手の修行は一生である。
    karate no shūgyō wa isshō dearu

  • 10

    Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.

    十、凡ゆるものを空手化せ其処に妙味あり。
    arayuru mono o karate kase soko ni myōmi ari

  • 11

    Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst.

    十一、空手は湯の如く絶えず熱を与えざれば元の水に返る。
    karate wa yu no gotoku taezu netsu o ataezareba moto no mizu ni kaeru

  • 12

    Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert.

    十二、勝つ考えは持つな、負けぬ考えは必要。
    katsu kangae wa motsu na, makenu kangae wa hitsuyō

  • 13

    Wandle dich abhängig vom Gegner.

    十三、敵に因って転化せよ。
    teki ni yotte tenka seyo

  • 14

    Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab.

    十四、戦は虚実の操縦如何にあり。
    ikusa wa kyojitsu no sōjū ikan ni ari

  • 15

    Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.

    十五、人の手足を劔と思え。
    hito no teashi o ken to omoe

  • 16

    Sobald man vor die Tür tritt, findet man eine Vielzahl von Feinden vor.

    十六、男子門を出づれば百万の敵あり。
    danshi mon o izureba hyakuman no teki ari

  • 17

    Feste Stellungen gibt es für Anfänger, später bewegt man sich natürlich.

    十七、構えは初心者に、あとは自然体。
    kamae wa shoshinsha ni, ato wa shizentai

  • 18

    Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.

    十八、型は正しく、実戦は別もの。
    kata wa tadashiku, jissen wa betsu mono

  • 19

    Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.

    十九、力の強弱、体の伸縮、技の緩急を忘るな。
    chikara no kyōjaku, karada no shinshuku, waza no kankyū o wasuru na

  • 20

    Denke immer nach und versuche dich ständig an Neuem.

    二十、常に思念工夫せよ。
    tsune ni shinen kufū seyo

Gürtelprüfungen stehen bei uns nicht im Vordergrund sondern sind nur Zwischenstops auf dem gesamten Weg des Trainings.

Stressfreies Trainieren ohne Leistungsdruck!

Die Bedeutung der Gürtelfarben

  • Weißer Gürtel, 9. Kyu Anfänger

    Start des Lernens. Es werden keinerlei Wert auf Geschwindigkeit und Kraft, aber dafür umso mehr auf korrekte Ausführung und Endposition der Technik gelegt. Der weiße Gürtel steht als Metapher für Reinheit, Klarheit, Sauberkeit und hat in Asien noch einen Besonderen Stellenwert als Zeichen für Neuanfang.

  • Gelber Gürtel, 8. Kyu Unterstufe

    Die gelbe Farbe steht symbolisch für Sonne, Wärme und Licht. Damit eng verbunden stehen deren Eigenschaften die Lebewesen beim Wachstum zu unterstützen. Somit hat das erste „Lehrjahr“ der Kampfkunst Karate begonnen. Dieser Gürtel wird vergeben, wenn die Grundtechniken in einen flüssigen Bewegungsablauf – ohne überflüssiges Stocken.

     

  • Oranger Gürtel, 7. Kyu Unterstufe

    Der der Farbe Orange kann man einen Rückschluss auf die Farbe des Feuers ziehen. Allmählich verbrennt beim Trainierenden die anfängliche Angst und er beginnt seine Entwicklung. Der Ablauf der Techniken sollte nun schon viel flüssiger und Grundbegriffe wie Körperschwerpunkt oder Anspannung in der Endphase sollten geläufig sein.

  • Grüner Gürtel, 6. Kyu Mittelstufe

    Das Timing wird nun zum wichtigsten Faktoer. Koordination der Technik, sowie An- und Entspannung und Geschwindigkeit sollten nun übereinstimmen. Dazu wird die wechselde Anpassung des Schwerpunkts durch die Kenntnis verschiedener Stände einfacher und flexibler.

  • Blauer Gürtel, 5. und 4. Kyu Mittelstufe

    Fließende Techniken, An- und Entspannung – und der korrekte und impulsive Einsatz der Hüfte zeichnen den blauen und violetten Gürtel aus. Hat der Schüler diese Fähigkeiten erworben, steht der nächsten Prüfung nichts mehr im Weg.

  • Brauner Gürtel, 3. bis 1. Kyu Oberstufe

    Braun ist der letzte Schülergrad und der Rang eines Meisters rück mit jedem Training näher. Körperhaltung, Koordination von Arm- und Beinbewegungen zusammen mit Bewegungen in verschiedene Richtungen sind nun das Ziel, das es zu erlernen gilt.

  • Schwarzer Gürtel, 1. Dan Meister

    Diverse Mythen existieren über den Rang eines Karate-Meisters. Die Wahrheit ist: er hat sich viele Jahre mit dem Training seiner Kampfkunst beschäftigt und sich als würdig erwiesen den letzten, den schwarzen Gürtel zu tragen. Nun sind vor allem folgende Verhaltensweisen wichtig: andere Schüler nach bestem Wissen und Gewissen zu trainieren; immer Respekt gegenüber seinen Wurzeln (seinem Trainer) zu bewahren und nach außen und innen immer die erlernten Eigenschaften eines wahren Meisters zu übermitteln.

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Selbstverteidigung

Sven Goebel

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